Highlights der SCHMUCK 2015

Mit Spannung haben Schmuckbegeisterte aus dem In- und Ausland auch 2015 die Vergabe der Herbert-Hofmann-Preise auf der SCHMUCK verfolgt: Eine renommierte Auszeichnung, von vielen auch als der Schmuck-Oscar bezeichnet.

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Schönheiten auf der SCHMUCK 2015
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Eigensinnig: Der Schmuck von Asami Watanabe
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Herr der Ringe: Eines von Kimiaki Kageyamas Meisterwerken

Auf der SCHMUCK* 2015 waren die Gewinner Kimiaki Kageyama und Mikiko Minewaki aus Japan sowie Paul Derrez aus den Niederlanden.

Drei Ringe, deren Ausdruckskraft man sich nur schwer entziehen kann – für sie erhielt Kimiaki Kageyama aus Japan den Herbert-Hofmann-Preis. Gefertigt sind sie aus Gold und Fragmenten alten Urushilacks aus dem 17. Jahrhundert. Der sensible Umgang mit den Materialien zeige, wie sich Tradition und Moderne vereinen können, heißt es in der Begründung der Jury. Zudem seien seine Arbeiten auch diesmal von höchstem handwerklichen Können geprägt. 

Zweite Preisträgerin war Miko Minewaki, ebenfalls aus Japan. Sie war in der Sonderschau keine Unbekannte. 2015 präsentierte sie allerdings Arbeiten, die eine Neuentwicklung seien, so die Juroren. Für ihren Halsschmuck "Ladybird" transformierte sie Kunststoffspielzeug für Kinder zu Schmuck. Dies, so die Jury, biete Spielraum für Assoziationen. Kindheitserinnerungen, hieß es in der Begründung weiter, erlebten "eine heitere, aber nicht nostalgische Verwandlung".

Paul Derrez aus den Niederlanden war der dritte Gewinner des Herbert-Hofmann-Preises 2015. In seinen Broschen "Dot" seien "Optimismus, Heiterkeit und Freude vereint", so die Juroren. Die sorgfältige Verarbeitung und überlegte Zuordnung der Farben lasse tradierte Werte des Schmuckmachens erkennen. Gleichzeitig stünden die beiden Broschen aber auch in einer spielerischen Beziehung zueinander.

Insgesamt waren auf der Sonderschau Arbeiten von 63 Goldschmieden und Schmuckgestaltern aus 21 Ländern zu sehen. Kuratorin war damals Eva Eisler, Professorin an der Prager Academy of Arts, Architecture and Design (AAAD). Jurymitglieder 2015 waren: Andi Gut, Schmuckkünstler, Professor der Fachhochschule Pforzheim, Jorunn Veiteberg, Kulturwissenschaftlerin, Marjan Unger, Kunsthistorikerin, und Karl Rothmüller von der Dannerstiftung.

Als Ausstellung von Weltruf lockt die SCHMUCK jedes Jahr zahlreiche Sammler, Schmuckliebhaber und Museumskuratoren aus dem In- und Ausland nach München. Organisiert ist sie als weltweit ausgeschriebener Wettbewerb. 2015 hatten sich über 600 Goldschmiede und Schmuckgestalter für die SCHMUCK beworben.

Schmuck Katalog 2015

Weitere Informationen über die "SCHMUCK" gibt es bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

*Gefördert mit Mitteln des Freistaates Bayern

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