Gewinner der TALENTE 2015

In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern wurden auch 2015 wieder TALENTE* unter den Nachwuchsgestaltern und -Technikern aus aller Welt gesucht.

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TALENTE-Preisträger 2015: Fynn Freyschmidt kreierte im Bereich Textil den pneumatischen Kopfprotektor.


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Verleihung der TALENTE-Preise 2015 (von links) Jurymitglied Chequita Nahar, Mark Damen, Ravit Hefer, Fynn Freyschmidt, Sarah Pschorn, Matthias Pötz, Jurymitglied Dr. Michaela Braesel und Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM.


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TALENTE-Preisträgerin 2015: Sarah Pschorn, Deutschland, Keramik.


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TALENTE-Preisträger 2015: Jing Yang, China/Deutschland, Schmuck.


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TALENTE-Preisträger 2015: Matthias Pötz, Italien, Holz.

Mehr als 600 Bewerbungen waren für die Schau 2015 eingegangen, ausgewählt wurden schließlich 99 Beiträge aus 32 Ländern. Erstmals waren unter anderem Teilnehmer aus Ghana, Iran, Kuba, dem Libanon und Mexiko dabei.

Insgesamt acht Gestalter und Designer aus den Bereichen Technik, Glas, Holz, Keramik, Möbel, Schmuck und Textil wurden 2015 mit den begehrten TALENTE-Preisen ausgezeichnet.

Anne Martin, Deutschland, Bereich: Glas
Die Glasreifen Anne Martins überzeugten die Jury durch ihre Qualität in der Umsetzung und ihren spielerisch-leichten Charakter. Ihre zugleich fließend und gefroren erscheinende Gestalt, die zeichnerische Auffassung faszinierte die Jury ebenso wie ihre Interaktion mit dem umgebenden Raum.

Matthias Pötz, Italien, Bereich: Holz
Matthias Pötz’ Wippe regt zu einer Interaktion der Menschen an, zu einem gegenseitigen Dialog, zu einem Streben nach Balance und trainiert in diesem Zusammenhang Respekt und Kommunikation. Überzeugend ist auch die einfache Konstruktion und Herstellungsweise. Zugleich wirkt die Wippe wie eine dynamische Skulptur.

Sarah Pschorn, Deutschland, Bereich: Keramik
Sarah Pschorn setzt sich in ihren Vasen auf innovative Weise mit Traditionen auseinander. Die Jury überzeugte ihre freie Auffassung, die kreative Herangehensweise und die Offenheit im Umgang mit der Geschichte der Keramik. Ihre Arbeiten bekunden zugleich Respekt und einen gewissen Humor gegenüber den Überlieferungen, die sie auf originelle Weise interpretiert.

Mark Damen, Niederlande, Bereich: Möbel
Der Tisch von Mark Damen überzeugte durch die symbiotische Verbindung von Holz und Metall. Herstellung und ästhetische Erscheinung sind unlösbar verbunden. Der ungewöhnliche Ansatz, dass der Tisch selbst die Gussform für das Metall bildet und damit zugleich die Form festigt, faszinierte die Jury.

Jing Yang, China/Deutschland, Bereich: Schmuck
Jing Yangs "Ich bin keine Vase" bildet ein Objekt, das sich im Kontakt mit dem Körper verändert und auflöst. Das Gefäß versinnbildlicht dabei in gewisser Weise den Körper, auf dem es dann als Ornament erscheint. Neben der ästhetisch ungewöhnlichen Auffassung lobte die Jury auch den gedanklichen Ansatz, der sich mit Fragen der kulturellen Tradition und der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandersetzt.  

Fynn Freyschmidt, Deutschland, Bereich: Textil
Fynn Freyschmidts "Chapeau" bildet eine neue Idee, bei der ein äußerer Textil- und ein innerer Silikonschlauch kombiniert werden. Durch das Stricken gewinnen diese an Kraft und vermitteln Stabilität. Der aufgeblasene Schlauch funktioniert wie ein künstlicher Muskel. Die Jury lobte den innovativen Ansatz und die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung, die diese Erfindung erlaubt.

Selma Houissa, Tunesien/Belgien, Bereich: Technik
Selma Houissas Maschine zum Zerschneiden von Plastikflaschen überzeugte die Jury durch ihre weltweite und vielfache Einsetzbarkeit. Die Verlängerung von PET als Werkstoff ohne zusätzlichen Energieverbrauch und größere Anlagetechnik sowie die vielen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung erachtete die Jury als zukunftsweisend.

Ravit Hefer, Israel, Bereich: Textil
Revit Hefers Textilarbeiten faszinieren durch ihre Pracht und Ornamentik ebenso wie durch die ungewöhnliche Konstruktion, bei der die Fasern selbst das Gerüst bilden, zugleich aber die Erwartungen, die mit einem Gitternetz verbunden werden, durchbrechen. Die dreidimensionale, volumenhafte Form wirkt ungewöhnlich und dynamisch. Die Arbeiten scheinen zwischen Kontrolle, Spontaneität und Freiheit zu changieren.

Teilnehmerliste TALENTE 2015

Weitere Informationen über die TALENTE bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern

*Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie gefördert mit Mitteln des Freistaates Bayern. 

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