München, 02. März 2026 – Die «Handwerk & Design» ist die Messe für die schönen Dinge des Lebens. Umweltschutz und soziale Aspekte kommen dabei nicht zu kurz. Von der Prothese bis zum Wandteppich, vom Lastenrad bis zum silbernen Löffel vereint sie die unterschiedlichsten Aspekte von Handwerk und Gestaltung.
Neben den Fixsternen der Messe wie Sonderschau SCHMUCKmünchen oder den lebendigen Werkstätten, bei denen Besucherinnen und Besuchern verschiedenen Künstlerinnen und Handwerkern bei Arbeiten über die Schulter schauen können, gibt es in diesem Jahr auch einige Neuheiten. So feiert etwa die Danner-Expo ihre Premiere auf der Messe.
Ganz neu auf der «Handwerk & Design»: Die Danner-Expo
Seit über 100 Jahren fördert die Danner-Stiftung Kunsthandwerk in Bayern. Es gibt einen großen Danner-Preis und kleinere Wettbewerbe für Studierende der Fachschulen, es gibt Stipendien, Ankäufe, Werkstattförderungen, Druckkostenzuschüsse u.v.m. Nun kommt ein neues Element hinzu: die Danner-Expo. In einer eigens entworfenen Standarchitektur von Hubert und Matthias Sanktjohanser zeigt die Stiftung erstmals eine kuratierte Sonderschau mit herausragenden Beispielen aus den Bereichen Keramik, Glas und Metall. Zur Premiere der Schau wurden 25 Künstlerinnen und Künstler aus acht Ländern ausgewählt, etablierte Positionen genauso wie Nachwuchstalente.
Mit dabei ist zum Beispiel die Künstlerin Bibi Smit. Die Niederländerin schafft große, mundgeblasene Formen. Die natürlichen Farben und die organischen, asymmetrischen Formen lassen an Naturvorbilder denken, ein gewelltes Blatt, eine geschrumpfte Frucht, eine verblassende Farbe: Der natürliche Kreislauf von Werden und Vergehen, eingefangen in fragiles Glas. Ein Vertreter des Metallbereichs ist Ludwig Menzel aus Berlin. Der Silberschmied und Schmuckgestalter steht für einen experimentellen Umgang mit dem Material, das Unvorhersehbare und die Inspiration durch vermeintliche Fehler spielen eine entscheidende Rolle in seiner Arbeit. Auf der Danner-Expo ist er mit Gefäßen aus gegossenem Silber vertreten: halb possierliche Küken, halb Raketenmodelle, aber immer: bestes Kunsthandwerk.
Die «Handwerk & Design» im Podcast
Ebenfalls neu in diesem Jahr: Schmuckkünstlerin und Podcasterin Sarah Cossham begleitet die Messe in ihrem Podcast „Others & Me“. In vier Sonderfolgen spricht sie u.a. mit Barbara Schmidt, Leiterin der Abteilung Messe und Ausstellungen der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Barbara Schmidt erzählt von der Gründung der SCHMUCKmünchen 1959 durch Herbert Hofmann und der politischen Bedeutung der internationalen Schau. Michaela Braesel berichtet von der Bedeutung der Sonderschau TALENTEmünchen, das Ausstellungsforum für junge Gestaltende aus allen Gewerken. Und Michael Härteis stellt das besondere Konzept der diesjährigen EXEMPLAmünchen vor, die unter dem Motto „Zukunft gestalten“ soziale und gesellschaftliche Aspekte des Handwerks ins Zentrum rückt.
Die «Handwerk & Design» im Gespräch erleben: Mit Sarah Cossham in „Others & Me“ – überall, wo es Podcasts gibt:
https://www.podcast.de/podcast/3413201/others-me-der-schmuckpodcast
Exemplarisch für die EXEMPLAmünchen 2026 steht das Engagement von Life Bridge Ukraine. Die gemeinnützige Organisation unterstützt ehemalige ukrainischen Soldaten, deren Kriegsverletzungen zu einer Amputation führten, auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Seit Beginn des Ukraine-Krieges wurden laut ukrainischem Gesundheitsministerium mehr als 100.000 Amputationen durchgeführt. Life Bridge Ukraine versorgt die jungen Männer nicht nur mit einer Prothese, sie bildet auch Ukrainerinnen und Ukrainer in Prothetik aus. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Münchner Firma Streifeneder ortho.production GmbH. Hier verbinden sich Orthopädietechnik, handwerkliche Präzision und technische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung.
Seit über 150 Jahren: Der Bayerische Kunstgewerbeverein
Ein absolutes Highlight der Messe ist auch der Stand des Bayerischen Kunstgewerbevereins (BKV). Textil, Keramik, Schmuck, Glas, Holz, Papier oder Spielzeug: Im BKV haben sich Künstlerinnen und Kunsthandwerker der unterschiedlichsten Gewerke zusammengeschlossen. 1851 wurde der Verein unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Königshauses gegründet. Ziel war es, durch besonders hochwertige Produkte aus den Reihen der Vereinsmitglieder die Qualität im Kunsthandwerk insgesamt zu steigern. Im BKV kaufte einst der russische Zar ein, genauso wie der deutsche Kaiser. Auch heute entscheidet eine strenge Jury darüber, wer aufgenommen wird.
Auf der «Handwerk & Design» sind nicht nur zahlreiche Mitglieder des Vereins an eigenen Ständen vertreten, der Verein hat auch einen zentralen Stand. Fast 30 Mitglieder stellen ihre Arbeiten aus, darunter etwa die Keramikerin Sonngard Marcks, die im Herbst für ihre außergewöhnlichen Fayencearbeiten den renommierten Preis der Grassi-Messe in Leipzig gewonnen hat. Ihre Porzellan-Arbeiten vereinen die spielerische Opulenz des Barock mit dem frechen Witz der Moderne.
Schmuck verbindet: Das Künstlerinnen-Kollektiv „Astonish“
Ganz besondere Schmuckstücke finden Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr wieder am Stand von „Astonish“. „Astonish“ ist ein internationales Kollektiv von derzeit sieben Schmuckkünstlerinnen aus Deutschland, Iran, Kolumbien, Österreich und Taiwan. In diesem Jahr feiert die Gruppe ihr 10-jähriges Jubiläum. Kennengelernt haben sich die Schmuckkünstlerinnen beim Studium in Idar-Oberstein. In der Stadt mit der langen Schmucktradition befindet sich der Campus „Edelstein und Schmuck“ der Universität Trier.
Ihre Liebe zum Schmuck und vor allem zu Schmucksteinen verbindet die einstigen Studienfreundinnen bis heute. Julia Obermaier beispielsweise baut keine komplizierten Fassungen für die Steine – sie klebt sie oft einfach zu Reliefs zusammen, die aussehen wie Architekturmodelle. Ihre neueste Serie befasst sich mit dem Thema Erinnerung: Radiergummis, Bleistiftstummel oder winzige Zettel erinnern an die Schulzeit. Die Objekte wirken täuschend echt, sind aber alle aus Schmucksteinen in den entsprechenden Farben gemacht.
Weitere Informationen zur Messe unter www.ihm-handwerk-design.com.
Über die «Handwerk & Design»
Als Teil der Internationalen Handwerksmesse entstand 2008 die «Handwerk & Design». Die Idee dahinter ist, herausragende Leistungen aus Handwerk, Kunsthandwerk und Design unter einem Dach auf der Internationalen Handwerksmesse zu bündeln. Während der Internationalen Handwerksmesse dreht sich in der Halle B1 auf dem Messegelände München alles um den Zusammenschluss aus handwerklichem Können und guter Gestaltung. Die «Handwerk & Design» ist geprägt durch zahlreiche Sonderschauen, wie die EXEMPLAmünchen, die SCHMUCKmünchen, die TALENTEmünchen – Meister der Zukunft.
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