München, 07. März 2026 – Ziel der Schau ist es, begabte junge Menschen aus allen Bereichen des Handwerks zu fördern und zu zeigen, welches Zukunftspotenzial im Handwerk steckt. Eine internationale Jury wählt die Gewinner der TALENTEmünchen-Preise aus, gleichzeitig erscheint ein Katalog. Für viele der Teilnehmenden ist der Wettbewerb der Beginn einer künstlerisch-gestalterischen Karriere.
Die Preisträger:
Julia Gäse, Deutschland
Julia Gäse wendet sich gegen den schnellen, durch die Mode beschleunigten Verschleiß, indem sie nach Möglichkeiten der Wiederverwendung sucht. Das beinhaltet auch die Verwendung natürlicher Farbstoffe, damit auch hier die Belastung der Umwelt geringgehalten wird. Das Projekt will zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren.
Raz Harari und Shir Israel, Studio Zing, Israel
Raz Harari und Shir Israel von Studio Zing arbeiten mit Papierguss, wobei der übliche Gips durch Papierformen ersetzt wird. Es entstehen Unikate mit ungewöhnlichen, sehr reizvollen Oberflächen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Zufall. das Potenzial für weitere Formfindungen ist groß.
Levani Jishkariani, Georgien / Deutschland
Levani Jishkarianis arbeitet in seinem Schmuck mit Materialien wie Holz, Stein und Stahl in ungewöhnlichen Kombinationen. Die Formen sind kühn und kraftvoll, mitunter wirken sie archaisch und erinnern an Totems. Die Klarheit und die Ausdruckskraft der Werke haben die Jury überzeugt.
Muna Jonkman, Niederlande
Muna Jonkman kombiniert in den Wandbehängen “I am Because You Once Were” traditionelle Muster und eine eigene, auf ihrem kulturellen Erbe basierende, Symbolik. Ihr ist an den Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen und Zeiten gelegen. Zugleich beschäftigt sie sich mit Ritualen, besonders mit denjenigen von Frauen.
Mari Kobayashi, Japan
In ihrer „enfold ring“-Serie beschäftigt sich Mari Kobayashi mit einer sehr alten und komplizierten Emaille-Technik. Sie verwendet klassische Formen mit feinen Rankenornamenten. Der Wert ihrer Arbeiten liegt nicht in den Steinen, sondern in der hochkomplexen Technik.
Leika Su Kutzke, Deutschland
Der aufblasbare Reifenschutz überzeugte die Jury als Erfindung und als Prinzip. Beispielhaft steht er für die Technik aufblasbarer Objekte und lässt sich auf viele Anwendungen übertragen. Der Ansatz ist für das alltägliche Leben mit seinen Veränderungen geeignet.
Katerina Lagoda, Ukraine / Israel
Katerina Lagodas Textilarbeit “Dumka – Between Reality and Dream” ist eine Mischung aus Installation und Modeentwurf, verbunden mit einer politischen Aussage. Wärme und Umhüllung werden mit der Idee von Schutz, Mitgefühl und Miteinander verbunden.
Melea Lüppken, Deutschland
Melea Lüppken fertigt Gefäße in organischen Formen mit perspektivischen Effekten. Sie sind stark gewölbt, aber zugleich flach. Form und Dekor entsprechen einander in ihrem kurvigen Schwung. Die Wirkung der Gefäße wird durch das bewegte Liniendekor unterstrichen.
Zusätzlich hat die Michalengelo Foundation einen der Teilnehmer der Sonderschau ausgezeichnet: Kazuki Shibata erhält den TALENTEmünchen-Homo-Faber-Preis 2026.
Bis einschließlich Sonntag, 08. März sind die Arbeiten auf der «Handwerk & Design» in Halle B1 auf dem Messegelände München zu sehen.
Die Jury setzte sich zusammen aus:
Sara Diaz Rodriguez, Berlin, DE
Prof. Yves Ebnöther, ZHAW – Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Department Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen, CH
Prof. Katharina Jebsen-Plättner, Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, Westsächsische Hochschule Zwickau - University of Applied Sciences, DE
Prof. Chequita Nahar, Academie Beeldende Kunsten Maastricht, NL
Markus Rusch, Keramikschule Landshut, DE
Gisbert Stach, München, DE
Prof. Laura Straßer, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, DE
Weitere Informationen zur Messe unter www.ihm-handwerk-design.com.


