München, 07. März 2026 – Die Herbert-Hofmann-Preise 2026 gehen an: Ela Bauer (Niederlande), Mira Kim (Korea/Kanada) und Zhipeng Wang (China).
Mira Kim wird für einen zarten Ring in Mokume-Gane-Technik ausgezeichnet. Die Technik wird traditionell auf sehr geordnete Weise eingesetzt. Hier erforschte die Künstlerin neue Wege. In ihrem Ring verwirbeln sich verschiedenfarbige Metalllegierungen zu Ornamenten, die mit gravierten Mustern in dem fast vergessenen Guillochierverfahren überlagert werden.
Zhipeng Wang wird ausgezeichnet für eine Brosche in grünweißer Jade und Gold. Beide Materialien sind kulturell stark aufgeladene Materialien. Der Künstler beschreibt die Umdeutung vom marktüblichen Umgang mit diesen Rohstoffen und der Künstlichkeit ihrer Preise. Das wertvolle Gold wird in vermeintlich wertlose Jade-Abfälle eingebettet. Ein neuer künstlerischer und ästhetischer Wert entsteht.
Ela Bauer Die Kombination aus organischem und anorganischem Material führt zu Strukturen, die am Körper getragen ihre ganze Wirkung entfalten. Die feine Ausarbeitung gewährt Einblicke in eine vermeintlich geschlossene Form, die von einer Scheibe getragen wird. Das fein ausgewogene Farbspiel greift ins Dreidimensionale.
Jury
Dr. Markus Eder, Danner Stiftung, München
Malte Guttek, Goldschmiedehaus, Hanau
Stefano Marchetti, Jewellery Artist, Padua
Michael Schischke, institut français Munich
Friederike Zobel, Schmuckmuseum Pforzheim
Träger der Sonderschau SCHMUCKmünchen ist die Danner-Stiftung. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt die Sonderschau finanziell. Namensgeber des Preises ist der Kunsthistoriker Herbert Hofmann, der 1959 die erste internationale Schmuckschau auf der Internationalen Handwerksmesse initiierte.
Weitere Informationen zur Messe unter www.ihm-handwerk-design.com.


