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20. 11. 2025

«Handwerk & Design» 2026 Visionen für die Zukunft

Vom Sockenstopfen bis zur medizinischen Prothese: Handwerk hat viele Gesichter. Davon können sich Besucherinnen und Besucher auf der «Handwerk & Design 2026» selbst überzeugen. Parallel zur Internationalen Handwerksmesse vom 4. bis 6. März 2026 auf dem Messegelände München zeigt die «Handwerk & Design» handgemachte Spitzenprodukte aus Holz und Beton, aus Silber, Kunststoff, Keramik, Glas und Textil. In der Halle B1 bekommen Gestalterinnen und Gestalter aus Bayern und der ganzen Welt die Bühne, die sie verdienen.


Handwerk hält die Welt zusammen. Das gilt auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung. Deshalb ist die «Handwerk & Design 2026» mehr denn je der Zukunft gewidmet: Mit welchen Materialien wollen wir uns in Zukunft umgeben? Wie können digitale Techniken dabei helfen, dass das Handwerk zukunftsfähig bleibt? Die Ausstellenden machen es vor: Sie präsentieren Unikate und Kleinserien mit einem besonderen Augenmerk auf Gestaltung. Denn Handwerk muss nicht nur funktionieren, es darf dabei auch schön aussehen.

So wie beispielsweise die Textilarbeiten der Handweberei Siebörger aus Ober-Ramstadt in Hessen. Vor 25 Jahren hat Anja Ritter ihre eigene Handweberei gegründet. Seither fertigt die Meisterin im Weberhandwerk Schals, feine Wolltücher und größere Decken, aber auch Teppiche und Bildgewebe für Kirchen. In ihren Arbeiten verquickt sie die 7000 Jahre alte Technik des Handwebens mit modernen Ansprüchen an Design und Nachhaltigkeit und arbeitet mit umweltfreundlichen Naturfasern.

Nachhaltig und sozial: Das Handwerk der Zukunft

Absolut umweltfreundlich ist auch der Kopfschmuck von Soy como soy alias Christiane Englsberger. Die Hutmacherin mit eigenem Atelier im niederbayerischen Rotthalmünster arbeitet mit Roggenstroh: Das Stroh wird ganz fein aufgesplittet, zu Kordeln gedreht und dann zu Blüten, Blättern und Ornamenten weiterverarbeitet. Am Ende ergibt das einen ebenso opulenten wie filigranen Kopfschmuck.

Ganz anders etwa der Designer Thomas Poganitsch aus Wien. Er macht unter anderem Zuckerdosen und Seifenschalen aus hochwertigem Beton. Außerdem fertigt er Wandhaken in Vogelform aus Keramik, Beton, Kupfer, Silber oder blattvergoldet. Eine Spezialität sind seine Wiener Zeitungshalter, die Poganitsch aus Holz und gebogener Weide nach historischem Vorbild fertigt und damit vor dem Aussterben gerettet hat.

EXEMPLAmünchen: Handwerk im Kontext von Gesellschaft und Umwelt

Zu den absoluten Highlights der «Handwerk & Design 2026» gehören die drei Sonderschauen EXEMPLAmünchen, SCHMUCKmünchen und TALENTEmünchen – Meister der Zukunft. Die EXEMPLAmünchen unter dem Motto „Zukunft gestalten“ zeigt Handwerk im Kontext von Gesellschaft und Umwelt. Ein junges Start-Up baut Rotorblätter aus Holz für kleinere und mittelgroße Windräder. Ein Schweizer Unternehmen präsentiert Lastenräder speziell für Handwerker.

Der Reparaturkultur wird gleich auf mehrfache Weise gehuldigt: vom Sockenstopfen über japanisches Kintsugi, bei dem Keramik mit Gold geklebt wird, bis hin zur Restaurierung von historischen Kaffeehausstühlen. Aber auch die soziale Komponente des Handwerks findet ihren Niederschlag: so präsentiert die EXEMPLAmünchen Handwerks-Ausbildungen im Jungendstrafvollzug, das Fach Digitales Entwerfen an der Universität Kassel oder das Erasmusplus-Programm, mit dem Handwerkerinnen und Handwerk in anderen Ländern arbeiten und lernen können.

Handwerk steht für Sorgfalt und Nachhaltigkeit, verbindet Bewährtes mit innovativen Ideen rund um Materialien, Techniken und Gestaltung. Es bietet maßgefertigte Lösungen, die passen und lange halten. EXEMPLAmünchen 2026 zeigt für all das konkrete Beispiele. Als „lebendige Werkstätten“ führen Handwerkerinnen und Handwerker ihre Arbeit live vor Ort vor und beantworten die Fragen des Publikums.

SCHMUCKmünchen

Weltweit einzigartig ist die Sonderschau SCHMUCKmünchen: Seit über 65 Jahren werden hier die innovativsten Arbeiten aus dem Bereich künstlerischer Autorenschmuck gezeigt. Künstlerinnen, Galeristen, Sammlerinnen und Schmuckliebhaber aus aller Welt reisen jedes Jahr eigens für diese Ausstellung nach München. Kuratiert wird die SCHMUCKmünchen 2026 von Sam Tho Duong. Der Schmuckkünstler aus Pforzheim arbeitet in seinen eigenen Arbeiten u. A. mit kleinen Süßwasserperlen, die er wie die Eiskristalle im Raureif anordnet oder mit recycelten Materialien. Für die SCHMUCKmünchen 2026 hat Sam Tho Duong knapp 70 Arbeiten aus mehr als 1000 Bewerbungen ausgewählt – ein neuer Bewerbungsrekord. Die kleine Sonderausstellung „Klassiker der Moderne“ ist in diesem Jahr Erico Nagai gewidmet.

Erico Nagai wurde 1947 in Tokio geboren, kam Ende der 60er Jahre nach Europa und studierte ab 1970 in der Schmuckklasse der Akademie der Bildenden Künste München bei Franz Rickert und Hermann Jünger. In ihren Arbeiten kombiniert sie westliche und östliche Materialien und Techniken, wie etwa japanischen Urushi-Lack in tiefem Rot oder sattem Schwarz, aber auch einfache Metalle wie Kupfer und Eisen, die sie mit winzigen Mengen Gold verschmilzt und überzieht. Für ihre Arbeit wurde Erico Nagai vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bayerischen Staatspreis, dem Herbert Hofmann Preis und dem Designpreis der Stadt München.

Umrahmt wird die kuratierte Sonderschau SCHMUCKmünchen von den Ständen der FRAME: Schmuckgalerien aus aller Welt präsentieren hier internationale Künstlerinnen und Künstler der Spitzenklasse, darunter Galerien aus Kanada und Korea, Schweden und Südafrika, Deutschland und den Niederlanden.

TALENTEmünchen – Meister der Zukunft

Um die Zukunft des gestaltenden Handwerks geht es in der Sonderschau TALENTEmünchen – Meister der Zukunft. Junge Gestalterinnen und Gestalter bis 35 Jahre aus den unterschiedlichsten Gewerken zeigen hier – oft im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten – ihr Können: von Textilarbeiten über Glas, Keramik, Möbelbau bis zu Papier. Hier bekommt das Publikum einen Eindruck davon, welche Fragen junge Gestalterinnen und Gestalter umtreiben, welche Materialien sie bevorzugen und wie sie traditionelle Ansätze weiterentwickeln.

Veröffentlichung kostenfrei – Beleg erbeten 

Pressekontakt

Giuliana Schmitt, PR & Content Manager 
T +49 89 189 149 162 | M +49 151 153 77 621
presse@ghm.de; www.ihm-handwerk-design.com 
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